Geschichte 1975-1994


Jungschützen 1976
Jungschützen 1976

Am 30. Januar 1977 erfolgte die feierliche Grundsteinlegung des neuen Pfarrheimes. Unter Federführung des Pfarrgemeinderates kam eine beträchtliche Eigenleistung für den Bau und die Ausstattung des Heims zusammen, vor allem durch den Erlös von Pfarrfesten und eigens für den guten Zweck von den Vereinen des Dorfes veranstalteten Festen. Schon am 23. April 1978 konnte das neue Pfarrheim eingeweiht werden spielt seither eine wichtige Rolle im dörflichen Leben, vor allem als Ort der Begegnung und als Stätte für mancherlei Feste und Feiern.

 

  

Ein Ereignis von besonderem Rang war das Bezirks- Schützenfest 1978, das in der Zeit vom 1.-3. Juli begangen werden konnte. In der Delegiertenversammlung, der ersten größeren Veranstaltung im neuen Pfarrheim, hielt der Geschäftsführer des Zentralverbandes, Herr Leweke, Leverkusen, die Festansprache. Mit dem Festgottesdienst, der Delegiertenversammlung und dem großen Festzug gab es am Sonntag, den 2. Juli 1978 zweifellos die Höhepunkte. Insgesamt beteiligten sich 15 Bruderschaften vom Bezirksverband Düren-Ost an den Veranstaltungen.

Eindrucksvoll war der Festzug durch das prächtig geschmückte Dorf. Der Schützenkönig Konrad Kranz und der Schützenprinz Helmut Kleu ließen sich gebührend feiern. Die Schützenfrauen und andere Frauen aus dem Dorf hatten in mühevoller Arbeit viele Girlanden mit bunten Wimpeln gefertigt, dass der gesamte Weg des Festzuges damit reich geschmückt werden konnte.

 

Der Bruderschaft wurde übrigens während des Festes der <<Konrad-Joist-Pokal>> überreicht, den die Kelzer Schützen mit 1418 Ringen errungen hatten. Der Pokal wurde von seinem Stifter, dem Bezirksbrudermeister Konrad Joist persönlich überreicht. Beim Bezirksschützenfest 1980 in Eggersheim konnten die Kelzer Schützen diesen Pokal erneut in Empfang nehmen.

 


 

 

 

 

 

Im Jahr 1979 beteiligte sich die Bruderschaft aktiv am Pfarrfest, das zu Gunsten der Restkosten für das Pfarrheim veranstaltet wurde. Am 17. Juli 1979 wurde die neue Standarte des Bezirksverbandes Düren-Ost in der Pfarrkirche zu Kelz geweiht. und der Kelzer Schützenbruderschaft übergeben, um dort bis zum nächsten Bezirks-Schützenfest aufbewahrt zu werden. Im Sommer 1979 startete die Bruderschaft  auch ein Wiesenfest mit Vogelschuss als Grillfest mit Getränken. Es fand guten Zuspruch. vom Reinerlös konnte eine Luftbüchse angeschafft werden.

 

In einer Versammlung im Jahr 1980 beschloss die Bruderschaft, neue Gedenktafeln für die gefallenen und vermissten Mitbürger des Dorfes anzuschaffen und am Ehrenmal anbringen zu lassen. - Die Kosten, insgesamt 4.759,00 DM, wurden durch den Erlös des Wiesenfestes 1980 sowie durch Spenden aus der Bevölkerung und den Ortsvereinen aufgebracht. - 58 Kelzer Jungmänner und Väter mussten während des grausamen und unsinnigen letzten Weltkrieges ihr Leben lassen. Außerdem kamen 20 Zivilpersonen, Erwachsene und Kinder, vor allem in den Bombennächten des Krieges um. Einige Soldaten bleiben bis heute vermisst.

Es ist leider anzunehmen, dass auch sie ihr Leben lassen mussten. Die feierliche Segnung der Gedenktafeln erfolgte im Rahmen einer Messe am Sonntag, den 22. März 1981 unter Teilnahme der gesamten Orts Bevölkerung. In der anschließenden Feier am Ehrenmal hielt Schulrat Huber Koch die Gedenkrede.

 

Am 26. Januar 1984 feierte unser Präses Pastor Hubert Klüttermann sein 35jähirges Ortsjubiläum, das feierlich begangen wurde.Der Erlös des Dorffestes 1984, an dem sich die Bruderschaft mit allen Ortsvereinen beteiligte, war für die Errichtung der neuen Trauerhalle auf dem Friedhof bestimmt.

 

Unser Präses, Pastor Hubert Klüttermann, feierte am 26. Juli 1986 sein Goldenes Priesterjubiläum unter Anteilnahme seiner Pfarrkinder und vieler auswärtiger Gäste. Von den 50 Jahren seines Priestertums wirkte er allein 37 Jahre als Pastor von Kelz, das seinem unermüdlichen Sorgen und Wirken Unschätzbares zu danken hat. In der für ihn typischen Bescheidenheit verzichtete er auf jegliche persönliche Geschenke zu seinem Jubiläum und erbat statt dessen Spenden für die Restaurierung der Pfarrkirche.

 

 

 

Erstmalig wurde im Jahr 1986 ein Schülerprinz durch Schießwettbewerb ermittelt. Den Sieg und die Prinzenwürde erlangte Bernd Klein.

 


In der Generalversammlung am 22. Januar 1988 stellte Schießmeister Johann Berk sein Amt als 2. Vorsitzender zur Verfügung mit der Absicht, dass ein jüngerer Schützenbruder in den Vorstand berufen werde. Von einer Verjüngung des Vorstandes erhoffte er neue Impulse für künftiges Leben und Wirken der Bruderschaft. Zu seinem Nachfolger wurde Theo Happe gewählt.

 

 

Vorstand 1990
Vorstand 1990

von links: Theo Happe, Fritz Eier, Franz-Josef Franzen, Joachim Franzen,
Stefan Frings, Willi Müller, Franz-Wilhelm Feistle, Adam Fuß,
Johann Beck, Bernd Steffens, Josef Freidel


Das Jubiläumsjahr 1990 warf schon früh seine Schatten voraus. In der Generalversammlung am 20. Januar 1989 begangen erste Vorbesprechungen. Man beschloss u. a., eine Festschrift herauszugeben, und es wurden Ausschüsse gebildet, um alles rechtzeitig vorbereiten zu können. Vor allem der Vorstand und die Ausschussmitglieder erwartet ein riesiges Arbeitspensum, wenn das Jubiläum mit allen Veranstaltungen angemessen würdig und den guten Traditionen entsprechend gestaltet werden soll.

 

Stillstand ist Rückschritt. Deshalb ist es auch für eine christliche orientierte  Bruderschaft, gegründet auf dem Leitmotiv des Schützenwesens für „Glaube, Sitte und Heimat“, notwendig die Bruderschaft zukunftsfähig und für nachfolgende Generationen attraktiv zu gestalten.

 

Eine wesentliche Änderung in den vergangenen 25 Jahren stellte die Neuerrichtung des Schützenheims mit einer modernen Luftgewehrschießanlage im Jahr 2003 dar. Hierzu ist in  dieser Festschrift ein gesonderter Bericht nachzulesen.

 

Nachstehend wird über weitere wichtige Änderungen der vergangenen 25 Jahre berichtet.

 

Am 19.01.1992 wurde Theo Happe zum Brudermeister gewählt und löste damit den langjährigen Brudermeister Willi  Müller ab.

 

1992 wurde erstmals das Prinzenschießen von Schützenfestsonntag auf Fronleichnam vorverlegt.

 

Eine „weltbewegende“ Änderung wurde 1993 im Offiziercorps beschlossen. Die weißen Hosen, welche traditionell am Schützenfestsonntag getragen wurden, sind  abgeschafft worden.

 

Am 2.6.1994 wurden mit Jungschützenprinz Roland Kranz und König Heiner Esser die letzten „Wiesenmajestäten“ auf dem Wiesenfest auf dem Schützenplatz, (heute Pfarrer-Klüttermann-Str), ermittelt. 

 

Ehrung 40 jährige Mitgliedschaft

in der Bruderschaft Kelz 1990

von links: Brudermeister Willi Müller, Fritz Müller, Christian Tesch,
Bernd Trump (25 jähriges) Adam Fuß und Willy Thelen

 

Ehrung Silberne Verdienstkreuz 1990

 

von links: Brudermeister Willi Müller, Gerd Joentgen, Arnold Vlatten,

Christian Frings, Adam Fuß, Franz Wilhlem Feistle